Dienstag, 11. April 2017

Der Traummacher - Max Bentow


Simona ist eine lebenslustige Frau, die im Begriff ist mit ihrer Freundin Alina eine Werbeagentur in Berlin aufzumachen - bis sie eines Nachts an einem angeborenen Herzleiden stirbt. Ihre Mutter ist daraufhin eine gebrochene Frau, die das Trauma um den Verlust ihrer Tochter nicht überwinden kann. Es geht sogar so weit, dass sie beginnt die Stimme der Tochter zu hören und von schrecklichen Fantasien verfolgt wird. Doch dann wird sie auf bestialische Weiße in ihrem Keller umgebracht, ihr Körper gezeichnet von menschlichen Bissspuren. Nils Trojan und sein Team eilen an den Tatort um zu Ermitteln, sehen sich an diesem mit einer Szene konfrontiert, die auch sie noch nie so erlebt haben. Wenig später wir auch Alina tot in einer verlassenen Turnhalle außerhalb Berlins aufgefunden, sie trägt die gleichen Bissspuren wie Simonas Mutter. Nils Trojan ermittelt fieberhaft und als er der Wahrheit näher kommt, blickt er in den schwärzesten Abgrund in den er je geblickt hat.

Seit ich mich wieder intensiv dem Lesen hingebe und darüber blogge habe ich selten ein so schlechtes Buch in Händen gehalten wie der Traummacher von Max Bentow. Ich fand das Buch kurios, platt und einfach nicht spannend. Diesmal muss ich sagen, schade um die Zeit und das Geld. So schlecht das Buch auch war, ich musste es trotzdem zu Ende lesen, weil ich dann doch wissen musste wie der Autor die ganze Sache auflöst und wie es auch mit Nils Trojan privat weiter geht. Denn schließlich ist das auch ein Teil der Geschichte in den Büchern von Max Bentow und der Reihe Nils Trojan.

Max Bentow
Der Traummacher 
Nils Trojan #6
Goldmann Verlag, August 2016
Brochiert, 384 Seiten, 14,99€
978-3442205103

Montag, 10. April 2017

In weisser Stille - Inge Löhnig


An einem stürmischen Oktobertag wird ein pensionierter Kinderarzt tot in seinem Wochenendhaus am Starnberger See aufgefunden. An seine Heizung gefesselt ist er langsam verdurstet, ein qualvoller Tod. War es Rache oder doch Raubmord!? Kommisar Dühnfort enthült nach und nach den den dunklen Charakter des Todes wobei er auf dein Drama stößt das die erwachsenen Kinder des Toden bis heute verfolgt.

Der zweite Teil der Reihe um Kommissar Dühnfort steht schon seit 2014 in meinem Regal und jetzt erst habe ich ihn wieder rausgekramt um ihn endlich zu lesen. Denn, wenn ich im Urlaub bin kommt schon Band acht raus (gut, dass ich auf Föhr bin und meine liebste Buchhandlung bestimmt ein Exemplar für mich hat), da wollte ich doch einmal mit dem Reihenanfang weiterkommen. Schade nur, dass mich der zweite Band überhaupt nicht überzeugen konnte, die Geschichte war platt, die Umsetzung auch, das kenne ich gar nicht von ihr, aber leider war es so. Dabei mag ich sie sehr und muss diesmal sagen, "gut, dass er jetzt als gelesen im Regal steht."

Inge Löhnig
In weisser Stille
Konstantin Dühnfort #2
Ullstein Taschenbuch, Januar 2010
Taschenbuch, 448 Seiten, 9,99€
978-3548268651

Mittwoch, 5. April 2017

Todesurteil - Andreas Gruber


In Wien verschwindet die 10 jährige Clara. Ein Jahr später taucht sie am Waldrand wieder auf, sie ist verstört und spricht kein Wort. Ihr ganzer Rücken ist tätoviert mit Motiven aus Dantes "Inferno". Gleichzeitig nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs alte Fälle mit seinen Schülern durch. Seine beste Schülerin, Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen -aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lang nicht zu Ende. Seine Spur führt nach Wien zu Carla, die als Einzigste den Täter je zu Gesicht bekommen hat.


Als ich den dritten Band gelesen hatte und ins Regal stellen wollte, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich ja Band zwei der Reihe noch gar nicht in Händen gehalten hatte. Schnell nach geschaut ob vorhanden und jetzt endlich fertig gelesen. Und was muss ich sagen: Andreas Gruber schafft es wieder mich mit seinem Schreibstil zu packen, er kommt ganz ohne blutiges Gemetzel aus, allein seine Sprache reicht. Und die war mal wieder fantastisch!
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, hab ich Band vier schon lange vorbestellt, schade nur, dass er erst im August und nicht schon zu meinem Urlaub im Juni kommt, den hätte ich gern mit nach Föhr genommen.

Andreas Gruber
Todesurteil
Maarten S. Sneijder #2
Goldmann Verlag, Februar 2015
Taschenbuch, 592 Seiten ,9,99€
978-3442480258

Mittwoch, 29. März 2017

Der Tote im fremden Mantel - Britta Bolt


Im Büro der Einsamen Toten geht alles wie gewohnt seinen Gang, obwohl draußen das Chaos herrscht, denn gerade läuft die Umweltkonferenz in Amsterdam. Bis er den Fall eins toten Obdachlosen auf den Tisch bekommt, was nicht ungewöhnlich für diese Stadt ist, aber warum trägt er einen teuren Kamelhaarmantel. Bald stößt er auf einen zweiten Toten, ein Teilnehmer der Konferenz und anscheinend hängen die Todesfälle miteinander zusammen. Haben sie einen ideologischen Hintergrund oder stecken doch persönliche Motive dahinter?
Die Ermittlungen führen Postumus bald in seine eigene Vergangenheit, eine als Student mit radikalen politischen Ansichten. Um so tiefer er gräbt um so mehr landet er in einem Netz aus politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen.

Im Februar gab es ein Wiedersehen mit Pieter Postumus bzw. liebevoll von seiner Nichte PP genannt. Auch wenn ich ungern Hardcover lese, lasse ich für ihn auch mal mein, "ich mag keine Hardcover" in der Schublade. Auch gibt es keine andere Möglichkeit, denn als Taschenbuch werden sie nicht verlegt oder zumindest hab ich darüber noch nichts gefunden. Pieter ist so ein Mensch den ich auch immer gern einmal in Amsterdam treffen würde, auch wenn ich weiß, dass er ja nur eine Roman-Figur ist.
Leider finde ich den Preis von 20 € happig für ein Buch, das mich mit seinen bisschen mehr als 300 Seiten garnicht überzeugen konnte. Die Geschichte ist nett aber auch leider langweilig und langatmig, so muss ich auf den nächsten Band hoffen, dass er mich packen wird, denn ich mag Pieter und fände es schade wenn das ganze so zu Ende gehen würde.

Britta Bolt
Der tote im fremden Mantel
Pieter Postumus #3
Hofmann und Campe, Februar 2017
Hardcover, 304 Seiten, 20,00€
978-3455406269

Freitag, 10. März 2017

Ostfriesentod von Klaus-Peter Wolf


Ann Kathrin wird in ihrem Twingo geblitzt, "das kann nicht sein", denkt sie, denn erstens kennt sie den Blitzer ganz genau und zweitens war sie zu der Zeit gar nicht in ihrem Auto unterwegs. Aber wer war dann dort und warum sieht ihr die Frau auf dem Blitzerfoto so ähnlich. Aber der größere Schock folgt sogleich, denn jetzt soll sie auch noch eine Frau mit ihrer Dienstwaffe erschossen haben. Die Beweise sind erdrückend und sprechen alle gegen Ann Kathrin. Jemand hat sich ihrer Identität bemächtigt, begeht Straftaten und will sie vernichten.

 Es ist wieder Februar und das hieß, es ist wieder Klaus-Peter Wolf-Zeit. Diesmal war es für mich ganz anders, denn Klaus-Peter Wolf hatte sich entschieden seine erste Lesung mit dem neuen Ostfrieslandkrimi in Stuttgart zu machen. Darauf warte ich schon die ganze Zeit und kaufte dann natürlich auch für den Mann und mich eine Karte. Bis zu dem Tag konnte ich es mit Lesen aber nicht aushalten und machte einen Tag vor der Lesung einen Stopp im Buchladen um ihn zu kaufen.
Aber leider muss ich sagen, war die Idee gut, die Umsetzung aber konnte mich nicht begeistern, er hat mich zwischendurch richtiggehend gelangweilt. Leider muss ich schreiben, dass es einer der schlechtesten Ostfrieslandkrimis war die er je geschrieben hat. Aber ich glaube es ist auch schwer nach so vielen Jahren immer das Niveau hoch zu halten. Dennoch schafft er es auch die dritte Woche in Folge auf Platz eins der Bestsellerliste der Taschenbücher zu stehen.


Klaus-Peter Wolf
Ostfriesentod
Ann Kathrin Klaasen #12
Fischer Verlag, Februar 2017
Taschenbuch, 560 Seiten, 10,99€
978-3596036332

Samstag, 25. Februar 2017

Märchenwald - Martin Krist


Eines Nachts werden Max und seine vierjährige Schwester Ellie von ihrer weinenden Mutter geweckt, sie sollen schnell mitkommen und ja leise sein. Ihre Mutter packt sie mit den Worten, "geht zu Opa, ja geht auf jeden Fall zu Opa", in der Küche in den Wandschrank, den sie von außen fest verschließt. Während sie da so im Wandschrank sitzen, hören sie ihre Mutter schreien und die Wohnungstür laut aufkrachen. Um seine Schwester zu beruhigen, die zwischenzeitlich anfängt zu weinen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Als sie sich auf den Weg zu ihrem Opa machen, wacht in Berlin eine Frau auf, die nicht mehr weiß, wer sie und wo sie ist. Und auch Sera Muth und Paul Kalkbrenner stehen in Wedding vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere.

Märchenwald war ganz OK, mehr aber auch nicht, Martin Krist hatte eine gute Idee die aber nicht so gelungen umgesetzte. Man konnte das Buch gut weglesen, mehr aber auch nicht. Schade finde ich das schon ein bisschen, denn bis jetzt habe ich mich mit seinen Büchern immer wohlgefühlt. Und auch Kalkbrenner ist so ein Typ Mensch dem man gern mal im echten Leben begegnen würde, zumindest geht es mir so.
Daß das Buch mich nicht überzeugen konnte, heißt nicht, dass es nicht jemand anderem der es liest genial findet, es ist einfach eben meine Meinung die ich hier wiedergeben will.

Martin Krist
Märchenwald 
Kalkbrenner #5
Ullstein Taschenbuch, August 2016
Taschenbuch, 416 Seiten, 9,99€
 978-3548287645