Mittwoch, 29. März 2017

Der Tote im fremden Mantel - Britta Bolt


Im Büro der Einsamen Toten geht alles wie gewohnt seinen Gang, obwohl draußen das Chaos herrscht, denn gerade läuft die Umweltkonferenz in Amsterdam. Bis er den Fall eins toten Obdachlosen auf den Tisch bekommt, was nicht ungewöhnlich für diese Stadt ist, aber warum trägt er einen teuren Kamelhaarmantel. Bald stößt er auf einen zweiten Toten, ein Teilnehmer der Konferenz und anscheinend hängen die Todesfälle miteinander zusammen. Haben sie einen ideologischen Hintergrund oder stecken doch persönliche Motive dahinter?
Die Ermittlungen führen Postumus bald in seine eigene Vergangenheit, eine als Student mit radikalen politischen Ansichten. Um so tiefer er gräbt um so mehr landet er in einem Netz aus politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen.

Im Februar gab es ein Wiedersehen mit Pieter Postumus bzw. liebevoll von seiner Nichte PP genannt. Auch wenn ich ungern Hardcover lese, lasse ich für ihn auch mal mein, "ich mag keine Hardcover" in der Schublade. Auch gibt es keine andere Möglichkeit, denn als Taschenbuch werden sie nicht verlegt oder zumindest hab ich darüber noch nichts gefunden. Pieter ist so ein Mensch den ich auch immer gern einmal in Amsterdam treffen würde, auch wenn ich weiß, dass er ja nur eine Roman-Figur ist.
Leider finde ich den Preis von 20 € happig für ein Buch, das mich mit seinen bisschen mehr als 300 Seiten garnicht überzeugen konnte. Die Geschichte ist nett aber auch leider langweilig und langatmig, so muss ich auf den nächsten Band hoffen, dass er mich packen wird, denn ich mag Pieter und fände es schade wenn das ganze so zu Ende gehen würde.

Britta Bolt
Der tote im fremden Mantel
Pieter Postumus #3
Hofmann und Campe, Februar 2017
Hardcover, 304 Seiten, 20,00€
978-3455406269

Freitag, 10. März 2017

Ostfriesentod von Klaus-Peter Wolf


Ann Kathrin wird in ihrem Twingo geblitzt, "das kann nicht sein", denkt sie, denn erstens kennt sie den Blitzer ganz genau und zweitens war sie zu der Zeit gar nicht in ihrem Auto unterwegs. Aber wer war dann dort und warum sieht ihr die Frau auf dem Blitzerfoto so ähnlich. Aber der größere Schock folgt sogleich, denn jetzt soll sie auch noch eine Frau mit ihrer Dienstwaffe erschossen haben. Die Beweise sind erdrückend und sprechen alle gegen Ann Kathrin. Jemand hat sich ihrer Identität bemächtigt, begeht Straftaten und will sie vernichten.

 Es ist wieder Februar und das hieß, es ist wieder Klaus-Peter Wolf-Zeit. Diesmal war es für mich ganz anders, denn Klaus-Peter Wolf hatte sich entschieden seine erste Lesung mit dem neuen Ostfrieslandkrimi in Stuttgart zu machen. Darauf warte ich schon die ganze Zeit und kaufte dann natürlich auch für den Mann und mich eine Karte. Bis zu dem Tag konnte ich es mit Lesen aber nicht aushalten und machte einen Tag vor der Lesung einen Stopp im Buchladen um ihn zu kaufen.
Aber leider muss ich sagen, war die Idee gut, die Umsetzung aber konnte mich nicht begeistern, er hat mich zwischendurch richtiggehend gelangweilt. Leider muss ich schreiben, dass es einer der schlechtesten Ostfrieslandkrimis war die er je geschrieben hat. Aber ich glaube es ist auch schwer nach so vielen Jahren immer das Niveau hoch zu halten. Dennoch schafft er es auch die dritte Woche in Folge auf Platz eins der Bestsellerliste der Taschenbücher zu stehen.


Klaus-Peter Wolf
Ostfriesentod
Ann Kathrin Klaasen #12
Fischer Verlag, Februar 2017
Taschenbuch, 560 Seiten, 10,99€
978-3596036332